|
Umweltschutz ist ein Begriff, den man behutsam und mit kritischem Bedacht
verwenden muss.
1. "Umwelt" als Abspaltung dessen, was "Natur"
ist, vom Sein und Leben des "Menschen":
Gefährlich daran ist, dass alles, was den Menschen
kurzfristig mehr betrifft - etwa die Wirtschaftslage, persönliche
Befindlichkeiten, staatliche Interessen usw. - der
"Umwelt" entgegen gesetzt oder gar voran gestellt werden könne.
Dies geschah zuletzt am 19.10.2008 durch Einsprüche europäischer
Regierungen - u.a. Polens - gegen ein europäisches Abkommen zur Bewahrung
der Umwelt mit der Begründung, dies wäre der "Untergang" (z.B.)
Polens.
2. "Schutz" als
ein Begriff, der die Fähigkeit von Menschen suggeriert, Umwelt vor
Schäden zu bewahren:
Die Voraussetzung einer solchen Fähigkeit scheint auch eine aktive
Zeitpunktwahl für geeignete Maßnahmen zu ermöglichen. Beides ist
falsch. Maßnahmen zur Bewahrung des Lebensraumes kommen bereits relativ spät, ihre
Einhaltung zu verschieben, bedeutet nur, das Unvermögen zu verschleiern,
"Natur" überhaupt "schützen" zu können.
3. Wirtschaftliche
Argumente für die so genannte "Aufweichung des
Klimaschutzabkommens":
Die gegenwärtige Finanzkrise, welche durch Misswirtschaft bei der
Handhabung von privaten und staatlichen Krediten ausgelöst und durch
Börsenspekulation übelster Sorte verschärft wurde, erlaube es nicht,
Umweltschutz-Maßnahmen jetzt einzuführen. - Wenn sich Staaten von organisierten Banden von
Brokern dazu zwingen lassen, Hunderte Milliarden Euros ohne Rücksprache
mit den Bürgern zur weiteren Vernichtung frei zu geben, kann nicht
argumentiert werden, eine gleichwertige Summe in Innovation, Alternativ-Energie,
Armutsbekämpfung zu investieren sei unmöglich.
Negativ-Effekt: Krass steigende Energiepreise (+28%) und
Verarmung verursachen erstmals seit 35 Jahren auch in Österreich vermehrten
Hausbrand und schädigen damit zusätzlich das örtliche Mikroklima, belasten
die Atemluft.
4. Zweifel an naturwissenschaftlichen Studien über den Zustand der
Natur:
Solche Zweifel sind als Argument nicht zulässig, so lange
entsprechende wissenschaftliche Forschungsergebnisse in sich schlüssig
sind und sich einer theoretischen Falsifizierung gegenüber nicht
immunisieren.
5. "Umwelt" und
"Mensch" sind eine Einheit!
Es besteht kein Zweifel darüber, dass "Mensch" als
Organismus Teil der Natur ist - und dass er, mit rasender Beschleunigung,
ohne ausreichend vertieftes Wissen verheerende Artefakte setzt.
Einfach gesagt: Ein PVC-Sackerl, in einer Minute hergestellt, braucht
130.000 Jahre, um abgebaut zu werden.
Jede Schädigung der "Umwelt" ist untrennbar verbunden
mit einer Schädigung der Menschen.
Es ist unzulässig und ethisch verwerflich, Schädigung aus Bereicherung
voran zu treiben. Reiche Länder der
"ersten Welt" dürfen nicht auf Kosten und zum Schaden der Mehrheit aller
Menschen (der "zweiten und dritten Welt")
agieren, als wäre
wenigen Hundert Millionen die Zerstörungs-Hoheit über mehr als 6 Milliarden Menschen
sowie aller anderen Lebewesen (Überfischung, Abholzung, etc.) aus irgend einer
Rechtsnorm heraus vorgesehen.
6. Konsequent "Natur" als organisch veränderlichen,
sensiblen Lebensraum er-leben und be-schützen.
Für Vertreter der Ich-AGs drastisch gesagt: Zur Umwelt gehören zunächst wir. Unsere Haut ist die Grenzfläche.
Unsere Familie ist die Primärgruppe. Wenn da was nicht stimmt, stimmt
unser Verhalten nicht, werden wir zynisch
und gewalttätig: in Allem. - Wenn wir Autos bauen und fahren, stoßen wir Gifte aus, die unseren
Mitmenschen-und-Tieren schaden. Meine Frau und ich werden so bald als möglich ein
E-Fahrzeug erwerben: Hinter uns muss
niemand Lungenkrebs kriegen. Wir engagieren uns im Aufbau eines Netzwerks von
Wissenschaftern und
Fachleuten, um dem "Naturismus" - abseits vom hedonistisch-neckischen Ferien-Sonnenbaden - einen neuen Sinn zu verleihen: der
in einem, die je Anderen wertschätzenden, Tourismus - grundsätzlich
in einem behutsamen Lebensstil - münden soll.
|
Schein-Argumente sind abgelaufen.
... siehe auch Seite 30
Die Schadensminderungspflicht
beginnt bei jedem Einzelnen.
1. Ökologische Nutzung von Natur-
Ressourcen, z.B. Solarheizung,
Umstieg von Erd-/Rhapsöl auf:
E-Cars ab 2010 - knapp daneben?
E-Tankstellen-Netz
in Österreich
2. Selbstbeschränkung - z.B.
bei Flugreisen (3% globales CO2)
3. Aktive Wärmedämmung und
Nutzung alternativer Energien
4.
Verringerung des Umsatzes fos-
siler Energie, Kauf von Produkten
unter Berücksichtigung auch des
Energieverbrauchs bei deren Her-
stellung. Effizienzsteigerung.
Öko-Fußabdruck berechnen
5. Aktive
Meinungs- und
Gewissensbildung im Sinne
der Natur als einem Ganzen
6. Alternative Lebensformen und
Lebensgewohnheiten:
Naturverbundenes Leben (Wiki)
Ernährung (Vegetarisch-Vegan)
Pragmatische Konsequenzen
An naturnahe Fachleute
.

Wien: Dieser Schlot raucht.
Wann kommt ein Solardach mit
Wärmepumpe? |