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Einführung in das Prinzip der
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Das Tandem-Prinzip dient der Festigung vorhandener Skills im Umgang mit Gruppen.
Es stellt ein komplexes Setting dar, das von einem/r TrainerIn in unterschiedlichen Funktionen geleitet wird.
Für das Training gelten die üblichen allgemeinen Gruppenregeln, selbstredend auch die Diskretionsregeln.
Das Tandem-Training dient nicht der Umsetzung im alltäglichen Berufsleben, sondern der Schärfung eigener Wahrnehmung und Kompetenzen. So besitzt es deutliche Anteile von "Skill-Training" und "Selbsterfahrung".
Die Anwesenden teilen sich in zwei Gruppen, A und B.
Erst bildet A eine Arbeitsgruppe, die nach bekannten Methoden geführt wird (GD, PA, IG...)
Die Gruppe B umgibt den Innenkreis und widmet sich der abstinenten, nicht wertenden, nicht interpretierenden Beobachtung. Nach einem einfachen Rotationsprinzip wechseln diese Gruppen drei Mal.
Nach jeder Arbeitsphase meldet die Außengruppe ihre Beobachtungen den Mitgliedern der Innengruppe zurück.
Dabei gilt die Regel, dass die Mitglieder der Innengruppe diese Meldungen kommentarlos annehmen, selbst wenn diesen bisweilen nicht zugestimmt werden kann.
Kommunikation zwischen Innen- und Außenkreis ist während der Trainingsphasen nicht vorgesehen.
Die Trainerin / der Trainer begleitet die Prozesse der Arbeitsgruppen bzw. switcht in die Leitung der Beobachtung.
Anschließend wechselt die Innen- mit der Außengruppe und arbeiten für eine Einheit in der je anderen Position.
Nach jeder Rückmeldephase folgt eine kurze Pause.
Zuletzt werden die Arbeitsgruppen aufgelöst und kann in einem Plenum der reflektierende Austausch stattfinden.
Interessant und wertvoll wird dieses Training dadurch, dass jede/r TeilnehmerIn Gelegenheit bekommt, in einem verhältnismäßig raschen Wechsel unterschiedliche Positionen, Funktionen und Rollen auszuführen (zugleich eigene Befindlichkeiten deutlich wahrzunehmen), wobei jeder Abschnitt exakt begrenzt ist. Gelegenheit zum Austausch
über eigene Befindlichkeiten und auch über die Prozesse ergibt sich nur außerhalb der Trainingsphasen.
KandidatInnen in Supervision können den Gesamtprozess als "unbeteiligte BeobachterInnen" dokumentieren.
Spezielle Schwierigkeiten liegen darin, den besonderen Regeln - auch gegen innere Widerstände - exakt zu folgen.
Impulse zu intervenieren, die je eigene Beteiligung auszuleben, zu interpretieren, zu werten, eigene Gefühle und Ansichten zu äußern, werden der jeweiligen Beobachter-Gruppe klar vorenthalten, was zu einer besonderen Qualität der Aufmerksamkeit führt, bei zahlreichen Anlässen aber auch recht starke Unlustgefühle erzeugen kann.
Die auferlegten Beschränkungen dienen jedoch der Klärung und Verfeinerung vieler vorhandener, in der Praxis aber oft unscharf und nicht ausreichend präzise angewendeten, Skills. Insbesondere die (möglichst von eigenen Impulsen befreite) Beobachtung von Körpersprache im Vergleich zu den semantischen Inhalten, und das Überblicken und Analysieren der laufenden Prozesse stellt eine Herausforderung dar. Wer diese Skills verfeinert, wird im Umgang mit Gruppen Probleme frühzeitig erkennen, präziser intervenieren und dort, wo Zurückhaltung geboten ist, diese bieten.
Im Bereich der Selbsterfahrung dient das Tandem-Training der Awareness für eigene Beteiligtheiten und oft nur vorbewusste oder unbewusste Anteile, welche die Arbeit als TrainerIn behindern, die Effizienz schmälern könnten.
Insofern ist ein Tandem-Training für alle Fachleute empfehlenswert, die mit Gruppen arbeiten.
Das Absolvieren einer "Einführung" allein ist nicht ausreichend, um selbst Tandem-Trainings anzubieten.

Tandem Trainings-Gruppe 
€ 5,00 incl. 10%USt
Das Prinzip

 Design
  Ablauf-Simulation

Ziele:
 
* Awareness für
  multiple Prozesse, Rolle, Funktion, 
  für den Grad der Stimmigkeit 
  zwischen dem Gesagten, den dabei
  assoziierten Bildern, zugleich der 
  Körpersprache (u.v.m.)
* Skill-Training und Selbsterfahrung
* Schärfung der Beobachtungs- und
   Interventions-Kompetenz

© 1989 by Dr. Volkmar Ellmauthaler Vienna, Austria info@medpsych.at E-Mail - Dr. Ellmauthaler